KEIN MENSCH BRAUCHT GELD!

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Δύναμις
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KEIN MENSCH BRAUCHT GELD!

Unread postby Δύναμις » 13 Jan 2014 14:50

:greetings-waveyellow:

Ich persönlich bin der Meinung, dass Geld nicht der Selbstzweck des Leben ist. Es ist nicht das Geld, was wichtig ist, sondern das, was man daraus macht und vor allem wie man es macht. Wir quälen uns durch jeden Tag, weil es uns nicht gegönnt war eine feste Bleibe und ein gefülltes Bankkonto zu haben, aber wir haben Prinzipien und auch einen gewissen Stolz. Wir verkaufen unsere Arbeitskraft, aber niemals uns selbst. Manche Umstände, inbesondere finanzielle und auch soziale Missstände machen mich richtig wütend und ich habe mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, bis ich letztendlich zum Entschluss gekommen bin, dass es nicht Geld ist, was wir wirklich brauchen, sondern ... Hierzu hätte ich gerne Eure Gedanken gehört!

Hier ein Auszug aus meinem Buch (was unter Umständen sogar veröffentlich wird) bzgl. Geld und dessen Nutzen. Viel Spaß beim Lesen! :romance-grouphug:

"Es ist mir durchaus bewusst, wie provokant eine solche Aussage ist, doch das ändert absolut nichts an der Wahrhaftigkeit dieses Satzes, die sich dem Leser nach und nach hoffentlich erschließen wird. Gleich zu Anfang möchte ich betonen, dass meine Ansätze keinerlei religiösen Hintergrund haben und dass ich mich von jeglichen spirituellen wie auch wirtschaftlichen Gurus unserer Zeit distanziere. Was in den nachfolgenden Kapiteln zu finden ist, basiert ausschließlich auf eigener Erfahrung und eigenen Recherchen und wäre somit auch subjektiv beeinflusst. Diesen subjektiven Einfluss werde ich versuchen, nach den Regeln des wissenschaftlichen Vorgehens weitestgehend, unter Kontrolle zu halten, um einen möglichst neutralen Aspekt zu zeigen. Viele unter den Lesern werden mir in mehreren Punkten zustimmen, aber letztendlich werden leider nur wenige in der Lage sein die eigene Perspektive zu ändern, um die grundlegende Wahrheit sowie ihre Komplexität zu erkennen. Wichtig dabei ist, dass es nicht immer nur eine Wahrheit gibt, sondern mehrere Aspekte einer Wahrheit, die je nach Sichtweise wiederum zu selbstständigen Wahrheiten werden können, so dass man von mehreren Wahrheiten in Bezug auf einer Tatsache sprechen kann.

Fälschlicherweise hat sich der Begriff der Wahrheit in unserer Gesellschaft als die „eine“ Wahrheit eingebürgert und das führte zu einer weitverbreiteten Horizontsverengung, denn man versteifte sich auf die „eine“ Wahrheit anstatt alle möglichen Aspekte dieser Wahrheit in Betracht zu ziehen, um ein vollständigeres Bild zu bekommen.
Die Geschichte der Menschheit und insbesondere die des westeuropäischen Mittelalters lehrte uns wie verherend die einseitige Betrachtung der Wahrheit sein kann, wie z.B. bei den Befragungen der spanischen Inquisition, die vielen unschuldigen Menschen das Leben kostete. Manches hat sich seitdem im Laufe der Jahre sehr verändert und verbessert, anderes wiederum hat sich weder verändert noch verbessert. Zum Letzteren gehören beispielsweise die Rolle der Frau in manchen ländlichen Gegenden und der Aberglauben, der oft stärker als das rationale Denken ist.

Täglich begegnen uns Situationen, in denen das Geld über dem menschlichen Leben gestellt wird. Meistens nehmen wir diese nicht als solche wahr, weil wir uns daran gewöhnt haben vieles als gegeben hinzunehmen, ohne die dazugehörigen Faktoren zu hinterfragen. Schlimmer noch, oft schätzen wir uns glücklich, dass wir nicht zu denjenigen gehören, denen so was passieren kann, denn wir sind ja nicht so wie sie. Gelegentlich suchen wir sogar die Schuld bei den Beschädigten selbst, da diese sich nicht normenkonform verhalten haben.

Tagtäglich werden Notsituationen außer Acht gelassen oder schlicht und einfach aus Angst vor Kosten ignoriert. Als Beispiel sei hier der Fall einer jungen Frau genannt, die in Deutschland nicht behandelt wurde, weil sie keine Krankenversicherung nachweisen konnte:

…Ein Extremfall vielleicht, aber kein Einzelfall. Zwar sind Ärzte in Deutschland verpflichtet, Notfälle auch ohne Krankenversicherung zu behandeln, die Kosten können anschließend von den Sozialämtern erstattet werden. Doch was ein Notfall ist, darüber gehen die Einschätzungen oft auseinander. Vor allem bei Ausländern ohne Krankenversicherungskarte schalten viele Ärzte und Krankenhäuser sofort auf Abwehr - aus Angst, auf den Kosten sitzenzubleiben.
Dazu kommt noch die Unsicherheit, ob die Patienten bei der Ausländerbehörde gemeldet werden müssten. Denn das deutsche Ausländergesetz verlangte bis vor kurzem, dass Ärzte den Behörden mitteilen, wenn sie Menschen behandeln, die sich illegal in Deutschland aufhalten. Diese Vorschrift wurde zwar 2009 geändert und Ärzte können sich seither auch in diesen Fällen auf ihre Schweigepflicht berufen. Doch das Gesetz lässt offen, wie weit diese Schweigepflicht geht und ob auch medizinische Mitarbeiter von der Meldepflicht befreit sind. ... (Quelle: http://www.dw.de/ohne-krankenversicheru ... a-16786590)

Einzelheiten des obengenannten Falls wurden bewusst weggelassen, denn es geht hier nicht um die Sensationslust, sondern um die Begründung dieses menschenverachtenden Verhaltens, das obendrein noch gesetzlich toleriert - um nicht zu sagen - gefördert wird.

..."Weil ich nicht krankenversichert war, sollte ich 400 Euro in bar bezahlen", erzählt Mariana, "soviel Geld hatte ich nicht dabei."
Sie ist dann mit dem Taxi ins Krankenhaus gefahren und stand dort vor noch größeren Problemen: "Die verlangten 400 Euro für die Untersuchung, 300 Euro für die Behandlung und noch mal 400 Euro für Medikamente - im Voraus....(ebenda)

Die junge Frau in Not sollte einen verhältnismäßig sehr hohen Geldbetrag zahlen, um vom Notarzt behandelt werden zu können. Das Krankenhaus verlangte sogar fast dreimal so viel. Hier wird sehr deutlich wie Angst und Hilflosigkeit der Patienten, der ohnehin schon genug leiden (patiens = lat. für Leidender), schamlos ausgenutzt werden. Es geht nicht mehr um den Menschen und um den Eid des Hippokrates, sondern um die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität der jeweiligen Situation. Sicherlich gibt es immer noch Ärzte, denen das Wohl des Patienten wirklich am Herzen liegt und sie auf einiges verzichten um ihren Mitmenschen zu helfen, doch sie sind eine schwindende Minderheit.
Heutzutage gibt es kaum unabhängige Arztpraxen in Deutschland. Der größte Teil der Ärzte hat sich hoch verschulden müssen, um sich eine eigene Praxis leisten zu können und ist somit auf die Gunst der Pharmaindustrie angewiesen. Dazu gehört neben dem fleißigen Verschreiben bestimmter Medikamente auch das regelmäßige Ausfüllen und Abgeben von Fragebögen über neu, noch nicht zugelassene Medikamente, deren Testendphase sie oft an ahnungslosen Patienten vollziehen. (Während eines meiner Aushilfsjobs musste ich solche Fragebögen im Computer eingeben und ich habe dabei die Gelegenheit genutzt mir die Fragen genauer anzuschauen).
Die Missstände im Gesundheitswesen gehören jedoch auf ein anderes Blatt.

Zurück zu unserem Beispiel: Nicht Geld hätte der jungen Frau helfen können, sondern ein gesunder Menschenverstand und ein gesundes Maß an Mitgefühl. Geld ist kalt und gefühllos. Geld kann weder denken noch agieren, aber der Mensch schon. Nun scheinbar sind Menschen, die manche Ämter oder andere Positionen bekleiden, nicht in der Lage sich menschlich zu zeigen aus Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Insbesondere in der heutigen Welt, in der viele Arbeitnehmer, um ihr tägliches Brot bangen müssen, wird Menschlichkeit als Luxus betrachtet. Luxusgüter ohne Label sind wenig gefragt und so wird Menschlichkeit ad Acta gelegt und in irgendeine Schublade vor sich hin gammeln bis sie vielleicht eines Tages wieder zum Vorschein treten darf."
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Kira
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Re: KEIN MENSCH BRAUCHT GELD!

Unread postby Kira » 12 Apr 2017 01:42

I would love to read the book.Is it published?
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Nούφαρο
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Re: KEIN MENSCH BRAUCHT GELD!

Unread postby Nούφαρο » 12 Apr 2017 08:08

it isnt at the moment...she wrote she is working on this :-)
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Δύναμις
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Re: KEIN MENSCH BRAUCHT GELD!

Unread postby Δύναμις » 12 Apr 2017 10:13

Kira wrote:I would love to read the book.Is it published?


:text-thankyoublue: :romance-kisscheek: but no and probably will never be. I wrote that years ago and I intended to continue it, but then I noticed that people don't understand anyway and a few words (or a book) won't be enough to bring the desired change within a few months. Our energetic work will bring change and I prefer to concentrate on that.

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